Moskau und der Goldene Ring

Moskau
und der Goldene Ring


ab1999,- €
Jetzt buchen » 07.09. bis 16.09.2017

Ein Land voller Kontraste - Studienreise


Kommen Sie mit auf eine vielfältige Studien- und Begegnungsreise nach Russland und erleben Sie sowohl die große und lebendige Metropole Moskau als auch geschichtsträchtige Städte des alten Russlands auf dem Goldenen Ring. Begleitet wird diese Reise von der Kirchenhistorikerin Dr. phil. Nadezhda Beljakova. Freuen Sie sich auf spannende Begegnungen rund um den Alexander Men Freundeskreis und das Thema Kirche und Kommunismus.


Reiseverlauf

1. Tag, 07. September 2017 (Frankfurt/M. – Moskau)

Flug von Frankfurt/M. nach Moskau. „O Moskau, Russlands liebste Tochter, wo gibt es eine, die dir gleicht“ heißt es schon in der Oper „Eugen Onegin“. Lernen Sie die Reize der russischen Hauptstadt kennen. Das Verhältnis zwischen altrussischen Sakralbauten, klassizistischen Palästen wie auch sowjetischer Monumentalarchitektur machen den Besuch der Stadt so ungemein reizvoll. Empfang am Flughafen durch unsere örtliche deutschsprachige Reiseleitung. Bustransfer und Bezug unseres Hotels für 2 Nächte. (A)

2. Tag, 08. September 2017 (Moskau - früher Sumpfgebiet, heute Millionenmetropole)

Eine Rundfahrt durch die größte Stadt Europas gibt Ihnen einen Überblick über deren imposante Ausmaße, zeigt aber auch die „Schere“ zwischen Arm und Reich. Und stets präsent: der dichte Verkehr und die Menschenmengen zur Rush-Hour – kein Wunder bei über 11 Millionen Einwohnern! Sie sehen u. a. den Kreml mit dem Roten Platz, das Bolschoi-Theater, das Neujungfrauenkloster und die Basilius-Kathedrale. Eine Führung auf dem Kremlgelände – dem historischen Zentrum der russischen Hauptstadt – endet mit einer Innenbesichtigung einer der prächtigen Kreml Kathedralen.

Anschließend erleben Sie das Highlight des Tages, die Fahrt mit der berühmten Moskauer Metro, während der Sie die schönsten und imposantesten Stationen sehen werden, die Stalin 1935 mit den Worten „unterirdische Paläste für die proletarischen Massen“ einweihte. Ein Spaziergang auf dem Arbat, Künstlerstraße und beliebte Flaniermeile Moskaus rundet den Tag ab. (F,A)

3. Tag, 09. September 2017 (Sergiew Possad - Die Seele Russlands)

Wir verlassen die Metropole und fahren nach Sergiew Possad, wo Sie das Dreifaltigkeitskloster des Heiligen Sergius von Radonesch besichtigen, das zu den schönsten und wichtigsten Klosteranlagen in ganz Russland gehört. In diesem bedeutenden zentralrussischen Kloster mit den mächtigen Mauern, den goldglänzenden Kirchenkuppeln und dem hochragenden Glockenturm trauerte Iwan der Schreckliche um den von ihm erschlagenen Sohn, hier verbarg sich Peter der Große vor den Ränken seiner Halbschwester Sophia. Noch heute ist das Kloster Ziel von Pilgern aus ganz Russland. Man sagt, hier ruht die „Seele Russlands“, der seltene Geist, aus dem das geheimnisvolle Russland seine Kräfte schöpft. Heute ist der 27. Todestag von Alexander Men, der 1990 in Sergiew Possad getötet wurde. Wir werden spannende Begegnungen rund um diese wichtige Persönlichkeit erleben. Fotostop in Peresawl, Weiterfahrt nach Rostow und Bezug unseres Hotels für 2 Nächte. (F,A)

4. Tag, 10. September 2017 (Rostow Welickij - die ewige Stadt Russlands)

Die kleinste Stadt des Goldenden Rings liegt malerisch am Ufer des Nero-Sees. Die Türme und Mauern des weißen Rostower Kreml sieht man schon von Weitem, er ist das Wahrzeichen und der ganze Stolz der Stadt.
Sie werden kaum glauben können, dass in den kleinen, teils verfallenen Holzhäuschen rund um den Kreml früher bis zu 35.000 Menschen gelebt haben. Während einer Stadtrundfahrt sehen Sie bspw., wie sich am Sobornaja Platz die imposante Uspenskij Kathedrale mit den fünf Türmen erhebt. Sie ist das älteste Gebäude der Stadt und wurde vor mehr als 500 Jahren erbaut. Am Glockenturm sind noch alle 15 Glocken im Original erhalten. Sogar der französische Komponist Hector Berlioz reiste einst hierhin, um den Klang der „Symphonie in Stein“ zu hören. Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade des Nero-Sees rundet den heutigen Tag ab. (F,A)

5. Tag, 11. September 2017 (Jaroslawl - älteste Handelsstadt an der Wolga)

Die heutige ca. einstündige Fahrt nach Jaroslawl führt entlang herrlicher Landschaftsbilder: einsame Landstraßen, blühende Wiesen, weite Felder und dichte Wälder sind Ihre Begleiter,alte Holzhäuser und verlassene Klöster säumen Ihren Weg.
Während einer ausführlichen Stadtführung lernen Sie die älteste und wohl auch malerischste Station der alten Handelsroute an der Wolga kennen. Von den Häusern und Prachtbauten aus über 1.000 Jahren Stadtgeschichte ist der größte Teil bis heute gut erhalten: Sie sehen die Kirche des Propheten Elias, das Spass-Preobraschenski-Kloster und die Christi-Verklärungs-Kathedrale mit der Gruft der Fürsten und des Jaroslawler Adels. Vom Glockenturm aus bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Stadt und den Fluss Kotorosl. Übernachtung im Hotel. (F,A)

6. Tag, 12. September 2017 (Kostroma - im Norden des Goldenen Rings)

Besichtigung des Metropoliten-Palastes mit dem Ikonenmuseum. Fahrt nach Kostroma, der nördlichsten Stadt des Goldenen Rings. Hier mündet der Fluss Kostroma in die Wolga.
Bis zum 18. Jahrhundert wurde in Kostroma hauptsächlich aus Holz gebaut. Mehrmals brannte die Stadt nieder und wurde wieder aufgebaut.
Als das große Feuer im Jahr 1773 die Stadt fast komplett vernichtete, mussten auf Erlass des Senats Gebäude aus Stein errichtet werden. Leider sind in Kostroma selbst keine Holzbauten erhalten geblieben.
Sie besuchen das beeindruckende Hypathius-Kloster, das an einem malerischen Platz an der Mündung der Flüsse Kostroma und Wolga errichtet wurde. Es wird von der reich ausgeschmückten Dreifaltigkeits-Kathedrale mit ihren goldenen Türmen dominiert. 1613 wurde hier Michail Romanow, der Gründer der russischen Zarendynastie, gekrönt. Im Kloster gibt es auch ein Museum, in dem antike Ikonen, Bücher sowie Bilder aus dem 18. und 19. Jahrhundert ausgestellt werden. Naturfreunde finden bestimmt das Naturmuseum mit seiner einzigartigen Schmetterlings-, Vogel- und Tiersammlung interessant.
Sehr schön ist auch das um den Susanin-Platz fächerförmig angelegte Zentrum von Kostroma mit seinen klassizistischen Bauten. Weiterfahrt und Bezug unseres Hotels in Susdal für 2 Nächte. (F,A)

7. Tag, 13. September 2017 (Susdal - eine ganze Stadt unter Denkmalschutz)

Eine Reise in die Vergangenheit erwartet Sie heute während der Stadtbesichtigung: Mit über 100 historischen Bauten ist Susdal die wohl am besten erhaltene altrussische Stadt und steht komplett unter Denkmalschutz. Neben der Besichtigung einiger prächtiger Klöster und Kathedralen – teilweise aus dem 13. Jhd. – steht auch ein Spaziergang durch den ältesten Teil der Stadt mit vielen Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jhd. auf dem Programm. Selbstverständlich darf die Besichtigung des Susdaler Kreml nicht fehlen.
Nach einer kleinen Pause mit Tee aus dem russischen Samowar und einer kleinen Stärkung mit Blinys und Piroggen erfolgt die Besichtigung des Freilichtmuseums, wo zahlreiche ehemalige Bauernholzhäuser und verschiedene originale Dorfkirchen wieder aufgebaut wurden.
Mit der Besichtigung der Boris- und Gleb-Kirche in Kidekscha, der ersten weißen Kirche im Nordosten Russlands, beschließen Sie den heutigen Tag. In dem Dorf sind mehrere Bauten aus dem 12. bis 18. Jahrhundert erhalten, darunter die 1152 erbaute Boris-und-Gleb-Kirche, die als Hofkirche der Fürstenresidenz errichtet worden war und als älteste Zeugnis der Wladimir-Susdaler Kalksteinarchitektur gilt. Während des Mongolensturms wurde das Bauwerk beschädigt. 1239 wurde es noch einmal instand gesetzt aber einige Zeit später dennoch dem Verfall preisgegeben. Erst im 16. und 17. Jahrhundert wurde die stark verfallene Kirche wieder aufgebaut, wobei aber ihre Gestalt wesentlich verändert wurde. (F, Teepause, A)

8. Tag, 14. September 2017 (Das alte Russland)

Heute erfolgt die Fahrt nach Wladimir, ehemals eine der schönsten und reichsten Städte des „Alten Russlands“.
Während der Fahrt erleben Sie das andere Russland, die bäuerlich geprägte russische Provinz mit ihren malerischen Bauerndörfern und den "Isbuschki", den typischen, mit Schnitzereien verzierten russischen Holzhäusern.
Einige der prachtvollen Sakralbauten in Wladimir zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO, sie zeugen auch heute noch von der Macht und dem Reichtum der Großfürsten, die Wladimir zu ihrer Hauptstadt machten, als Moskau noch eine kleine Provinzstadt war.
Im Jahr 1992 nahm die UNESCO die weißen Kirchen und Klöster von Wladimir in die Liste des Weltkulturerbes auf. Ein Grund für die Aufnahme ist der besondere Architekturstil, der im Fürstentum Wladimir-Susdal im 12. und 13. Jh. entstand.

Dieser Stil prägte die Bauweise in ganz Russland. Seine charakteristischen Merkmale sind: weißer Kalkstein, in den Stein geschnitzte Motive von Pflanzen und Tieren, eine harmonische Einbindung von Gebäuden in die natürliche Landschaft sowie die scheinbare Leichtigkeit der Bauten. Sie besichtigen die Uspenskij-Kathedrale und sehen u. a. die Dimitrius-Kathedrale sowie das Goldene Tor. Weiterfahrt nach Moskau und Bezug unseres Hotels für zwei Nächte. (F,A)

9. Tag, 15. September 2017 (Imposante Sakralbauten in der Metropole)

Besichtigung der Christi-Erlöser Kathedrale in Moskau. Sie wurde ursprünglich 1883 zu Ehren des Sieges über Napoleon erbaut und gehört mit 103 Metern zu den höchsten orthodoxen Sakralbauten der Welt. Unter der Stalinherrschaft im Jahre 1931 zerstört, wurde sie nach einer wechselvollen Geschichte erst 1995 bis 2000 originalgetreu wieder errichtet und ist das zentrale und größte Gotteshaus der Russisch-orthodoxen Kirche. Bis zu 10.000 Menschen finden hier gleichzeitig Platz. Anschließend Führung durch das Neujungfrauen-Kloster: es liegt im Südwesten von Moskau, am Ufer des Moskwa-Flusses. Das im 16. und 17. Jh. gebaute Wehrkloster bildete einen Teil der Befestigungsanlagen rund um Moskau und zählte zu den renommiertesten Klöstern Russlands. Außerdem war es eng mit dem Moskauer Kreml und den Zaren verbunden und spielte bei einigen politischen, kulturellen und religiösen Ereignissen eine Schlüsselrolle. (F,A)

10. Tag, 16. September 2017 (Rückflug nach Deutschland)

Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt/M. – mit einem ganz neuen „Russland-Bild“ im Gepäck voller Erinnerungen an bezaubernde Landschaften, interessante Begegnungen und außergewöhnliche Kontrasten!

Leistungen

  • Flüge mit Lufthansa Frankfurt am Main - Moskau und zurück
  • Flughafensteuer, Kerosinzuschläge und Luftverkehrssteuer
  • 9 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels mit Bad oder Dusche/WC
  • 9 x Frühstücksbuffet im Hotel
  • 9 x Abendessen im Hotel oder örtlichen Restaurants
  • Bustransfers sowie Rundreise und Ausflüge siehe beigefügtem Programm
  • Alle Eintritte zum Programm
  • Gebühren für das Einreisevisum und Beantragung des Visums
  • Begleitung durch die Autorin

Nicht enthalten

  • An-/Abreise zum/vom Flughafen Frankfurt (Gerne informieren wir Sie zu Rail&Fly.)
  • Getränke bei den Abendessen
  • Persönliche Ausgaben
  • Trinkgelder


Planung der Reise in Kooperation mit

Logo Intercontact Reisen

Termin

07. bis 16. September 2017

Preis

1999,- €  p. P. im Doppelzimmer
Einzelzimmer: + 345,- €
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Herder exklusiv

  • Begleitung durch die Autorin Dr. Nadezha Beljakova
  • Begegnungen rund um den Alexander Men Freundeskreis
  • Erfahren Sie einiges über das Thema Kirche und Kommunismus
Portrait Nadezhda Beljakova

Nadezhda Beljakova
geb. 1980, Dr. phil., Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Religions- und Kirchengeschichte am Institut für Weltgeschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau, sowie Assistenzprofessorin am Lehrstuhl für Theologie der Nationalen Nuklear-Universität MEPhI.